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  • Symphony of Senses im Wiener REAKTOR – klassische Musik neu erleben

    Der große Saal des REAKTOR in violettem Licht, mit Mitwirkenden und Publikum | Foto: Vízer Helga Text: Helga Vízer Klassische Musik, wie wir sie bisher noch nicht erlebt hatten: Bei der Symphony of Senses im April begegneten wir diesem Genre aus einer völlig neuen Perspektive. Einen wesentlichen Anteil daran hatte auch der besondere Veranstaltungsort – der REAKTOR in Wien. Am 25. April 2026 waren wir bei der Präsentation der Symphony of Senses dabei. Besonders schön war für uns, klassische Musik auf eine ungewohnte Weise neu entdecken zu können. Klänge, Licht und unterschiedliche Kunstformen schufen gemeinsam eine Atmosphäre, die neugierig machte und zum bewussten Zuhören und Erleben einlud. Ein Ort mit Geschichte Der REAKTOR in der Geblergasse im 17. Wiener Gemeindebezirk ist schon für sich einen Besuch wert. Der Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert war einst als Grand Etablissement Gschwandner bekannt. Später wurde er unter anderem für die Radiomontage und als Requisitenlager genutzt. Seine heutige Gestalt erhielt das Haus durch die Sanierung zwischen 2016 und 2018. Der Autor, Designer und Filmemacher Bernhard Kammel verwandelte es in einen zeitgenössischen Kunstraum und bewahrte dabei die Spuren seiner Geschichte. Historische Oberflächen treffen auf moderne Veranstaltungstechnik; drei Säle aus unterschiedlichen Epochen bieten Raum für vielfältige künstlerische Formate. Dieses Zusammenspiel von Alt und Neu passte besonders gut zur Idee der Symphony of Senses. In einem geschichtsträchtigen Rahmen fanden experimentierfreudige, zeitgenössische Aufführungen statt. Der Charakter des Hauses prägte die Stimmung des gesamten Abends. Der Raum wurde Teil des Musikerlebnisses Der große Saal mit seiner beinahe zehn Meter hohen Decke bietet einen außergewöhnlichen Rahmen für Aufführungen. Bei der Symphony of Senses war auch die gezielte Gestaltung des Klangs Teil des Konzepts. An der akustischen Umsetzung wirkten Steinway & Sons und Arts & Tonic mit. Für uns machte gerade das Zusammenspiel von Musik und Raum den Abend so einprägsam. Das Publikum konnte sich frei bewegen und die Mitwirkenden aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Klang- und Lichtinstallationen ergänzten das Programm. Diese Freiheit eröffnete eine andere Art des Zuhörens: Man konnte selbst herausfinden, wie man der Musik begegnen wollte. Sängerin und Gitarrist bei der Wiener Präsentation der Symphony of Senses | Foto: Vízer Helga Vertraute Instrumente, überraschende Begegnungen Das Programm verband klassische Musik mit Pop, elektronischen Klängen und bildender Kunst. Zu den Mitwirkenden zählten Yury Revich, Ekaterina Shelehova, Lucy Landymore, SOWAS und Bison Rouge. Bei Piano & Sand traf Klaviermusik auf live entstehende Sandmalerei. Wein- und kulinarische Verkostungen sowie Elemente aus der Modewelt ergänzten das Konzept. Dieser Abend zeigte uns, wie sehr die Umgebung und die Art der Aufführung ein Musikerlebnis verändern können. Selbst ein vertrautes Instrument oder eine bekannte Melodie gewinnt neue Bedeutung, wenn verschiedene Kunstformen unerwartet aufeinandertreffen. Musikerinnen und Musiker am Klavier im REAKTOR in Wien | Foto: Vízer Helga Auch für Menschen, die klassische Musik bisher kaum angesprochen hat Wir glauben, dass gerade solche Initiativen klassische Musik Menschen näherbringen können, die bisher wenig Zugang dazu hatten oder sie einfach selten live erlebt haben. Ein ungezwungener Abend bietet die Gelegenheit, bisherige Vorstellungen hinter sich zu lassen und dem Genre eine neue Chance zu geben. Dafür braucht es keine musikalischen Vorkenntnisse. Es genügt, offen zu sein, aufmerksam zuzuhören und sich überraschen zu lassen. Wir freuen uns, dabei gewesen zu sein: Klassische Musik aus dieser Perspektive zu erleben, war etwas Besonderes. Die nächste Symphony of Senses ist für den 8. Mai 2027 angekündigt. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung! Weitere Informationen: Symphony of Senses – offizielle Website

  • Wiens Frauengeschichten – Erinnerungen an einen besonderen Stadtspaziergang

    Ein Blick auf die Wiener Innenstadt in Schwarz-Weiß. | Foto: Vízer Helga Text: Helga Vízer Wer durch Wien spaziert, lässt sich leicht von prächtigen Fassaden, stimmungsvollen Plätzen und den Spuren der Kaiserzeit faszinieren. Eine Stadtführung kann aber auch den Blick auf jene Menschen lenken, die hinter diesen Kulissen gelebt haben. Bei einem früheren Rundgang lernte ich die Geschichten von Frauen kennen, die Wien auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben. Wiens Frauengeschichten Geführt wurde der Rundgang von Lilla Bősz, einer staatlich geprüften Austria Guide. Hinter bekannten Namen wurden persönliche Lebenswege und Entscheidungen sichtbar: Herrschaft, Kunst, Unternehmertum, Liebe und Selbstbestimmung. Zur Sprache kamen unter anderem Maria Theresia, Anna Sacher, Lina Loos, Hedy Lamarr und Anna Lelkes. Was ich an solchen Themenführungen besonders schätze: Danach sehe ich die Stadt mit anderen Augen. Ein Gebäude oder ein Straßenname ist plötzlich mehr als ein vertrauter Orientierungspunkt – er erinnert an einen Lebensweg. Emilie Flöge: weit mehr als Klimts Muse Viele kennen Emilie Flöge vor allem im Zusammenhang mit Gustav Klimt. Dabei war sie selbst eine bemerkenswerte Gestalterin und Unternehmerin. Gemeinsam mit ihren Schwestern Pauline und Helene eröffnete sie 1904 den Modesalon Schwestern Flöge auf der Mariahilfer Straße. Emilie verantwortete die künstlerische und modische Ausrichtung. An der Gestaltung des Salons wirkten mit Josef Hoffmann und Kolo Moser prägende Persönlichkeiten der Wiener Werkstätte mit. Das Unternehmen der Schwestern Flöge wurde damit auch zu einem wichtigen Kapitel der Wiener Mode- und Designgeschichte. Katharina Schratt und der Kaiser Eine besonders spannende Geschichte des Rundgangs betraf die Schauspielerin Katharina Schratt. Die beliebte Künstlerin des Wiener Hoftheaters war über viele Jahre eine enge Vertraute von Kaiser Franz Joseph I. Auch Kaiserin Elisabeth unterstützte ihre Verbindung. Neben dem höfischen Leben erzählt diese Geschichte von Nähe, Vertrauen und persönlichen Bindungen. Schratt hatte jedoch auch eine eigenständige Theaterkarriere. Es lohnt sich, sie nicht allein über ihre Beziehung zum Kaiser in Erinnerung zu behalten. Ein Spaziergang, der neue Perspektiven eröffnet Es war bereichernd, die Geschichte Wiens diesmal aus der Perspektive weiblicher Lebenswege zu betrachten. Über verschiedene Epochen und Berufe hinweg stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Welche Möglichkeiten hatten Frauen, ihren eigenen Weg zu gehen? Wer ebenfalls gerne an Stadtführungen teilnimmt, nach denen vertraute Straßen plötzlich anders wirken, sollte sich das Angebot an Themenführungen ansehen. Aktuelle Termine und Führungsmöglichkeiten findet ihr auf der Website von Lilla Bősz. Kulturschock Vienna – thematische Wien-Führungen mit Lilla Bősz

  • Wien mit neuen Augen: Die schönsten Entdeckungen der Vienna Design Week

    Möbel und Alltagsgegenstände in einem hellen Ausstellungsraum. | Foto: Vízer Helga Text: Helga Vízer Die Vienna Design Week hat heuer dazu eingeladen, kurz innezuhalten und die Dinge um uns mit neuen Augen zu sehen. Ein gelber Sessel an der Wand, skulpturale Leuchten und scheinbar schwebende Textilien erinnerten daran: Auch hinter vertrauten Formen verbergen sich neue Geschichten. Das zwanzigste Festival bot zehn Tage lang Gelegenheit, ihnen neugierig nachzugehen. Wien lässt sich leicht durch die vertrauten Bilder lieben: Kaffeehäuser, historische Fassaden und große Museen. Die Vienna Design Week lädt zu einem anderen Blick auf die Stadt ein. Schon die Form einer Leuchte, eine ungewöhnliche Verwendung von Material oder ein Gebäude mit neuer Aufgabe kann reichen, um im vertrauten Wien etwas Überraschendes zu entdecken. Zwanzig Jahre Neugier Die Vienna Design Week fand von 25. September bis 4. Oktober zum zwanzigsten Mal statt und feierte das Zusammenspiel von Design, Handwerk, Industrie und Stadtleben. Das Jubiläum richtete den Blick auf die Gedanken hinter den Dingen: darauf, wie eine Idee entsteht und welche Beziehung sie zu den Menschen entwickelt, die sie verwenden. Das Festival verbindet Ausstellungen, Workshops, Gespräche und geführte Spaziergänge. Design ist hier zugleich ästhetisches Erlebnis, praktische Frage und gesellschaftlicher Gedanke. Neben dem Festivalzentrum beteiligen sich Institutionen und Kreative in ganz Wien am Programm. Neugier ist dafür ein ebenso guter Ausgangspunkt wie fachliches Interesse. Ein Bürohaus beginnt ein neues Leben Das Festivalzentrum befand sich heuer in Hietzing, am Hietzinger Kai 101, direkt bei der U-Bahn-Station Unter St. Veit. Das ehemalige Allianz-Gebäude aus den 1970er-Jahren, entworfen von Harry Glück, wurde selbst Teil der Geschichte. Neben den früheren Büros bezog das Festival auch die einstige Kantine, den Garten und die Kegelbahnen im Untergeschoß mit ein. Die Zwischennutzung bot den Ausstellungen einen besonderen Rahmen. Auf den Fotos sind noch Details des früheren Büroalltags zu sehen: abgehängte Decken, große Fenster und schlichte Wände. Gerade in dieser Umgebung treten die Farbe eines Sessels, der Rhythmus eines Regals oder die ungewöhnlichen Proportionen eines kleinen Objekts stärker hervor. Die Details ziehen den Blick auf sich Zwischen den gezeigten Objekten lohnt es sich, langsam umherzustreifen. Der gelbe Sessel an der Wand wird beinahe zum grafischen Zeichen; die kleineren Stücke daneben spielen mit den Proportionen. Solche Details zeigen auch, wie sehr sich die Wirkung eines Gegenstands verändert, je nachdem, wie und in welchem Umfeld wir ihn betrachten. Gelber Sessel und kleine Objekte: Farben und Maßstäbe im Dialog. | Foto: Vízer Helga An anderer Stelle steht das Licht im Mittelpunkt. An einer weißen Konstruktion, die an Äste erinnert, hängen Leuchten in verschiedenen Formen; vor dem dunkleren Hintergrund bekommt jede ihren eigenen Charakter. Im Raum mit den Holzarbeiten fallen Material und Konstruktion ins Auge. Zwei unterschiedliche Stimmungen, die ein genaueres Hinsehen lohnen. Leuchtende Lampen an einer Installation, die an Äste erinnert. | Foto: Vízer Helga Holzelemente, konstruktive Details und warmes Licht. | Foto: Vízer Helga Ungarische Perspektiven im internationalen Dialog Im Programm des Festivalzentrums waren auch ungarische Perspektiven vertreten. Die gemeinsame Präsentation Critical Utopia – Possible Futures der Budapest Metropolitan University und des Collegium Hungaricum Wien verband spekulative Designkonzepte, Materialexperimente und künstlerische Installationen. Luxemburg war heuer Gastland und unterstrich den internationalen Charakter des Festivals. Textilien mit violetten und türkisen Mustern in einer ungewöhnlichen Anordnung. | Foto: Vízer Helga Was von der Ausstellung bleibt Nach einem solchen Besuch fallen einem die kleinen Entscheidungen bei Alltagsgegenständen leichter auf: der Henkel einer Tasse, die Richtung des Lichts über dem Tisch oder die Rundung einer Sessellehne. Diese Aufmerksamkeit lässt sich von der Vienna Design Week mit nach Hause nehmen. Das Festival ist vorbei, die Formen um uns herum lassen sich aber jederzeit neu entdecken. Die Vienna Design Week 2026 fand von 25. September bis 4. Oktober statt. Der Eintritt ins Festivalzentrum war frei. Quellen: Visiting Vienna; Vienna Design Week; Vienna Design Week – Festivalzentrum; Vienna Tourist Board Und wann sehen wir uns wieder? Der genaue Termin für die Vienna Design Week 2027 steht noch nicht fest. Die nächsten Daten und das Programm findest du auf der offiziellen Website: viennadesignweek.at. Wenn du schöne Dinge, überraschende Ideen und weniger bekannte Seiten Wiens magst, solltest du die Vienna Design Week einmal erleben. Gut möglich, dass du danach auch die Dinge in deinem eigenen Zuhause mit anderen Augen siehst.

  • Acht Minuten für mich – eine schnelle Beauty-Routine vor dem Ausgehen

    Vorbereitung auf einen Abend mit Beauty-Geräten von FOREO. | Foto: FOREO Text: Helga Vízer Staub, viele Wege durch die Stadt und Make-up, das den ganzen Tag gehalten hat: Am Abend habe ich oft das Gefühl, dass auch meine Haut eine kleine Erfrischung braucht. Nach einem langen Tag in Wien gönne ich mir deshalb gerne ein paar Minuten nur für mich – besonders dann, wenn noch ein Konzert, ein Treffen oder ein anderer Abendtermin bevorsteht. Dabei geht es mir nicht um ein ausgedehntes Beauty-Ritual, sondern um eine kurze Pause zwischen Alltag und Abendprogramm. Nach etwas Reinigung, Pflege und Feuchtigkeit fühle ich mich gleich frischer. Acht Minuten für mich selbst – manchmal macht schon das einen Unterschied. Im Herbst finden wieder mehr Konzerte in Clubs statt, und im Kalender tauchen nach und nach Halloween-Partys und vorweihnachtliche Treffen auf. Vor dem Ausgehen bleibt oft nur wenig Zeit. Eine unkomplizierte Routine kann dann helfen, sich kurz frisch zu machen, bevor man sich umzieht und losgeht. Anhand von Tipps einer FOREO-Expertin haben wir uns angesehen, was in acht Minuten Platz haben könnte. Und wenn es sich zeitlich nicht ausgeht, reicht auch ein einziger Schritt: Ein bisschen Aufmerksamkeit für sich selbst kann vor einem großen Abend guttun. 1 Minute: die Haut sanft reinigen Wer tagsüber Make-up getragen hat, beginnt am besten damit, es zu entfernen und das Gesicht schonend zu reinigen. Vor einem neuen Make-up fühlt sich frisch gereinigte Haut angenehmer an, als einfach eine weitere Schicht über die vom Morgen aufzutragen. Dafür kann man auch ein Gesichtsreinigungsgerät mit Silikonborsten und T-Sonic-Pulsationen verwenden. Selbst nach einem vollen Tag lässt sich eine kurze Reinigung einplanen. Wichtig ist, gründlich, aber ohne starkes Reiben vorzugehen. 3 Minuten: etwas zusätzliche Gesichtspflege Wenn noch ein paar Minuten übrig sind, bietet sich ein Pflegeschritt an, für den in der Früh oft die Zeit fehlt. Mikrostrom-Anwendungen etwa sind Menschen vertraut, die gerne Beauty-Geräte zu Hause verwenden. Wer eine solche Anwendung bereits in der eigenen Routine hat, kann ein kurzes Programm nach der jeweiligen Gebrauchsanleitung einbauen. Ein neues Gerät oder eine ungewohnte Behandlung probiert man besser an einem ruhigeren Tag aus – nicht unmittelbar vor dem Schminken und Weggehen. 2 Minuten: Feuchtigkeit nicht vergessen Der Wechsel zwischen kalter Außenluft und beheizten Räumen kann die Haut trocken und gespannt wirken lassen. Vor dem Schminken lohnt es sich deshalb, einer vertrauten Feuchtigkeitspflege oder einer kurzen feuchtigkeitsspendenden Maske etwas Zeit zu geben. Wer eine gerätegestützte Maskenanwendung nutzt, kann auch ein kurzes Programm wählen. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Technologien, sondern dass die Pflege zu den Bedürfnissen der eigenen Haut passt. Anschließend die Produkte gut einziehen lassen, bevor die Foundation aufgetragen wird. +2 Minuten: Zähneputzen vor dem Weggehen Auch Zähneputzen gehört zur Abendvorbereitung – besonders, wenn man nach der Arbeit nur schnell nach Hause kommt, um sich umzuziehen. Eine elektrische Zahnbürste mit Timer kann helfen, diesen Schritt trotz Zeitdruck nicht abzukürzen. Danach fehlen nur noch das Lieblingsoutfit und ein letzter Blick in den Spiegel. Die acht Minuten sollen eine kleine Pause zwischen Arbeitstag und Abendprogramm sein – und keine weitere Aufgabe auf der To-do-Liste.

  • Wusstest du, dass Wien …? Überraschende Zahlen aus der Stadt

    Fuego im Wald des Wiener Praters. | Foto: Helga Vízer Text: Helga Vízer Mehr als zwei Millionen Einwohner, knapp 60.000 registrierte Hunde, Grünflächen und landwirtschaftliche Betriebe: Die Zahlen zeigen, wie vielfältig Wien ist. Aus der Publikation „Wien in Zahlen 2026“ haben wir einige bemerkenswerte Fakten über die österreichische Hauptstadt ausgewählt. In Wien leben mehr als zwei Millionen Menschen Am 1. Jänner 2026 hatte Wien 2.040.914 Einwohnerinnen und Einwohner. In der Stadt lebten Menschen mit 187 unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten. Hier treffen Sprachen, Traditionen und Lebenswege aufeinander – auch die ungarische Gemeinschaft ist Teil dieser Vielfalt. Die Votivkirche zwischen den Bäumen. | Foto: Helga Vízer In Wien sind fast 60.000 Hunde registriert Die Publikation nennt 59.848 Hunde. Die Vierbeiner und ihre Halterinnen und Halter gehören zum Wiener Alltag – in Parks, auf Straßen und bei Spaziergängen im Wald. Zur Zahl der Katzen liegen hingegen keine entsprechenden städtischen Daten vor. Anders als für Hunde wird für Katzen keine Abgabe erhoben; daher gibt es keine vergleichbare Registrierung. In Wien werden auch Rinder, Schafe und Ziegen gehalten Landwirtschaft und Tierhaltung gehören ebenfalls zu Wien. Die Statistik verzeichnet 88 Rinder, 123 Schweine, 292 Schafe und 180 Ziegen. Neben Palästen, Museen und dicht bebauten Straßen finden sich also auch landwirtschaftliche Betriebe. Das Palmenhaus Schönbrunn mit Blumenbeeten. | Foto: Helga Vízer Mehr als die Hälfte Wiens besteht aus Grünflächen und Gewässern 53 Prozent der Fläche Wiens entfallen auf Grünflächen und Gewässer. In Hietzing beträgt dieser Anteil sogar 82,2 Prozent. Wälder, Gärten und Ufer prägen damit das Stadtbild wesentlich. Boote und eine von Grün umgebene Terrasse am Wiener Wasser. | Foto: Helga Vízer In Wien kommen 456 Wildbienenarten vor Wiens Tierwelt ist erstaunlich vielfältig. Die Publikation nennt 456 Wildbienenarten, 22 Fledermausarten und 135 Tagfalterarten. Grünflächen dienen somit nicht nur der Erholung, sondern bieten auch zahlreichen Tierarten Lebensraum. Mehr als die Hälfte der österreichischen Gurkenernte stammt aus Wien 58 Prozent der österreichischen Gurkenernte und 57 Prozent der Melanzaniernte stammen aus Wien. Die Hauptstadt spielt somit auch im Gemüseanbau eine bedeutende Rolle. Die beiden Türme der Votivkirche zwischen Wiener Häusern. | Foto: Helga Vízer Die kürzeste Straße Wiens ist nur elf Meter lang Die Tethysgasse ist nur elf Meter lang. Die als längste Straße Wiens angeführte Höhenstraße erstreckt sich hingegen über 15 Kilometer. Die beiden Zahlen verdeutlichen die unterschiedlichen Dimensionen der Stadt. Sonnenuntergang am Wiener Wasser. | Foto: Helga Vízer Quelle: Stadt Wien – Wien in Zahlen 2026. Die Publikation enthält Daten aus unterschiedlichen Bezugsjahren; die Angaben zu Einwohnern und Hunden beziehen sich auf verschiedene Stichtage. https://www.wien.gv.at/pdf/ma23/wien-in-zahlen-2026.pdf

  • Der Balaton reichte bis Wien – unsere Eindrücke von der Wiener Kaiser Wiesn

    Musikgruppen und feierndes Publikum auf der Kaiserwiesn. | Foto: Norbert Bánhalmi Text: Helga Vízer Musikgruppen und feierndes Publikum auf der Kaiserwiesn. Am 11. Oktober ging die diesjährige Wiener Kaiser Wiesn zu Ende. Die Bilder bewahren die Stimmung der festlichen Tage im Prater. Das am 24. September gestartete, achtzehntägige Festival wurde diesmal auch durch ungarische Aromen bereichert: Der Stand von Balaton Lángos brachte ein Stück Balaton-Lebensgefühl neben das Wiener Riesenrad. Mit Umzug und Musik begann das Fest Am Eröffnungstag zog der Umzug von Kolariks Luftburg durch den Prater zur Kaiserwiesn. Musikgruppen, Volkstänzer, Trachtenträger und eine Kutsche sorgten für festliche Stimmung. Der traditionelle Fassanstich markierte anschließend den Beginn des Festivals. Trachtenträger beim Umzug. | Foto: Norbert Bánhalmi Traditioneller Fassanstich am Eröffnungstag. | Foto: Norbert Bánhalmi Ein Stück Balaton im Herzen Wiens Im Wiesn Dorf war der Stand von Balaton Lángos dieses Jahr erstmals vertreten. Dank der Zusammenarbeit von VisitBalaton365 und der 4D Group konnten die Gäste neben den bekannten österreichischen Speisen auch ungarische Spezialitäten entdecken. Für ungarische Besucher war der Langos eine vertraute Spezialität. Dem Festivalpublikum bot er die Möglichkeit, sich mit einem Bissen mit dem Balaton zu verbinden. Ein schöner Gedanke, dass an einem gemeinsamen Tisch sowohl die österreichische Bierkultur als auch die ungarische Gastronomie ihren Platz fanden. Balázs Kovács, Kristóf Sztojanovics, Helga Vízer | Foto: Norbert Bánhalmi Pető, der den köstlichen Langos zubereitete. | Foto: Norbert Bánhalmi „Wer einmal hier war, kommt jedes Jahr wieder“, sagte Dr. László Jakabffy, Eigentümer der 4D Group und einer der Organisatoren der Veranstaltung. Der ungarische Stand sollte den Besuchern ermöglichen, heimische Aromen zu entdecken. Momentaufnahme des Teams am Balaton-Lángos-Stand. | Foto: Norbert Bánhalmi Begegnungen am ungarischen Stand. | Foto: Norbert Bánhalmi Achtzehn Tage gemeinsames Feiern Drei große Festzelte, fünf alpine Gastronomiebetriebe und das Wiesn Dorf bildeten die Welt der Veranstaltung. Livemusik, Trachten, regionale Speisen und gemeinsames Feiern brachten den Besuchern österreichische Traditionen näher. Der Prater bot dafür eine besondere Kulisse: An einem der bekanntesten Orte der Stadt trafen Festivalstimmung und kulinarische Entdeckungen aufeinander. Die Fotos erinnern an den Umzug, die Eröffnungsfeier und die Begegnungen am Stand und lassen die diesjährigen Wiesn-Momente wieder aufleben. Dekorierte Bierfässer auf dem Festival. | Foto: Norbert Bánhalmi Der Balaton reichte diesmal tatsächlich bis nach Wien Die Wiener Kaiser Wiesn 2026 endete am 11. Oktober. Zu den Erinnerungen an die diesjährige Veranstaltung gehört auch der ungarische Auftritt: ein Stand, der die Aromen des Balaton zu einem Teil des Wiener Festes machte. Wiener Kaiser Wiesn – offizielle Website

  • Ein Croissant, ein Kaffee, ein Stück Wien – eine Erinnerung aus der Innenstadt

    Croissant und Kaffee in einer Wiener Konditorei. | Foto: Vízer Helga Text: Helga Vízer Manchmal bleiben uns gerade jene Orte besonders in Erinnerung, die wir ganz zufällig entdecken. Bei einem Spaziergang durch die Wiener Innenstadt sind wir auf eine Konditorei gestoßen, in der sich eine kleine Pause für ein Croissant und einen Kaffee wirklich gelohnt hat. Wenn wir an unseren Besuch im Jahr 2024 zurückdenken, fallen uns zuerst das zarte Gebäck und das nostalgische Ambiente ein. Sowohl die Einrichtung als auch die Terrasse hatten jenen besonderen Charme, der dazu einlädt, in Wien ein wenig länger sitzen zu bleiben. Bei der Bestellung mussten wir nicht lange überlegen: ein Croissant natur und ein Kaffee. Das feine, weiche Gebäck war schon für sich ein Genuss. Dazu kam das gute Gefühl, einfach einmal in Ruhe sitzen zu können. Auch die Mehlspeisen in der Vitrine sahen verlockend aus. Diesmal blieben wir aber beim Gebäck. Immer wieder fiel unser Blick auf den Nachbartisch: Die dort servierten Salate machten jedenfalls Lust auf einen weiteren Besuch. Gerade solche kleinen Pausen mögen wir an Wien. Aus einem gewöhnlichen Stadtspaziergang wird ganz nebenbei ein kulinarisches Erlebnis. Dafür braucht es weder einen großen Plan noch einen besonderen Anlass – manchmal genügt es, ein einladendes Lokal zu entdecken und sich Zeit zu nehmen. Unser Tipp: Wenn ihr bei eurem nächsten Spaziergang eine gemütliche Konditorei entdeckt, nehmt euch nach Möglichkeit Zeit für eine Pause vor Ort, statt nur etwas mitzunehmen. Schaut euch um und genießt die Atmosphäre. Für uns gehörte sie genauso zu dieser Erinnerung wie das Croissant selbst.

Die Bécsi Szelet ist ein neugieriges, nahbares und sorgfältig redigiertes Online-Magazin, das dir die vielfältige Welt Wiens näherbringt.
 

Wir empfehlen Veranstaltungen, tauchen in das kulturelle und künstlerische Leben der Stadt ein, lernen die Geschichten der Menschen kennen, die hier leben, und zeigen dir unsere liebsten Cafés und spannende kulinarische Erlebnisse. Zu Spaziergängen durch die Stadt – auch virtuell – und zu Ausflügen ins Wiener Umland laden wir dich ebenso ein. Mode, Lebensstil, Bewegung und Erholung haben bei uns ebenfalls ihren Platz.
 

Auf Ungarisch und Deutsch erzählen wir von Wien, der ungarischen Gemeinschaft hier und allem, was uns verbindet. Mit persönlichen Erlebnissen, Begegnungen und Tipps, die wir selbst ausprobiert haben, helfen wir dir, die Stadt zu entdecken – ganz gleich, ob du gerade angekommen bist oder Wien schon seit Jahren dein Zuhause nennst.
 

Wir sind offen für neue Perspektiven und neugierig auf deine Geschichten. Hast du einen Lieblingsort, eine Veranstaltungsidee oder eine Geschichte, die du mit uns teilen möchtest?

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