Rosa Kürbisse und Herbstlichter: zu Besuch im Gemma in Wien


Wer sagt eigentlich, dass ein Halloween-Kürbis orange und gruselig sein muss? Im Wiener Gemma begegneten uns rosa Gespenster, türkise Muster und liebenswerte kleine Monster. Im warm beleuchteten Innenhof entdeckten wir die bunteste Seite des Herbstes.
Ein Innenhof zum Verweilen
Mitten in der Wiener Innenstadt reicht es manchmal, durch ein Tor zu gehen, und schon nimmt der Tag einen anderen Rhythmus an. Das Gemma – Vienna City Market versteckt sich am Bauernmarkt 21 und lädt zum Malen, Plaudern und Entspannen bei einem Getränk ein.
Bei unserem Besuch fielen uns sofort die Kürbisse ins Auge. Rund um eine große, verwitterte hölzerne Kabeltrommel standen sie auf dem Kiesboden; einige besonders ausdrucksstarke Exemplare hatten ihren Platz auf der Tischplatte gefunden. Darüber leuchteten warmweiße Glühbirnen, während die Holzbauten und herabhängenden Pflanzen der herbstlichen Kulisse einen Hauch Sommer verliehen.
Im Hintergrund waren die Tische gut besetzt. Gäste in Jacken saßen beisammen. Gerade weil man dem Hof ansah, dass dieser Ort genutzt, belebt und mit Leben gefüllt wird, wirkte er so einladend.

Halloween mit einem Hauch Rosa
Im Gemma gehört Kürbisbemalen zum herbstlichen Programm. Vor Ort kann man einen Kürbis auswählen; auch die Farben zum Bemalen werden bereitgestellt.
Beim Betrachten der fertigen Stücke wird schnell klar, wie unterschiedlich sich dieselbe einfache Form gestalten lässt. Da gibt es orange Kürbisse mit schwarzen Ranken, Exemplare voller bunter Farbtupfer und rosa Kürbisse mit kleinen Gespenstern und Herzen. Einer ist türkisblau, ein anderer leuchtend grün, und ein dritter sieht aus, als hätte er sämtliche übrigen Farben eingesammelt.
Die etwas unregelmäßigen Linien und übereinander aufgetragenen Farbschichten machen die Kürbisse besonders sympathisch. Auf jedem entdeckt man etwas, für das sich ein genauerer Blick lohnt: ein lustiges Gesicht, ein kleines Muster oder eine überraschende Farbkombination.

Die kleinen Details stehlen allen die Schau
Zusammen sind die vielen Kürbisse ein schöner Anblick. Die eigentliche Entdeckungsreise beginnt aber erst, wenn man jeden einzeln betrachtet. Das kleine violette Gespenst auf rosa Grund wirkt beispielsweise eher schüchtern als furchteinflößend. Auf einem anderen Kürbis erinnern schwarze Augen und Striche an einen zugenähten Mund; nur wenige Zentimeter weiter lockern kleine Herzen die Halloween-Stimmung auf.

Auf dem Tisch blickt uns eine leuchtend grüne Figur mit einem riesigen blauen Auge entgegen. Daneben steht ein blauer Kürbis mit Spinnennetzmuster. Gemeinsam könnten die beiden mühelos einen imaginären Preis für das beliebteste Duo des Innenhofs gewinnen.
Auch zum Fotografieren ist es hier schön: Verschwommene Lichter hinter den Farben, rustikales Holz und der Kiesboden geben jeder kleinen Figur ihre eigene Bühne.

Ein bisschen Kreativität passt immer in den Herbst
Das Befreiende am Kürbisbemalen ist, dass alles mit einem ganz alltäglichen Gegenstand beginnt. Man braucht dafür keine große Idee: Eine Farbe, ein Gesicht oder ein spontaner Einfall genügen. Beim Anblick der Kürbisse im Gemma bekommt man schnell Lust, selbst zum Pinsel zu greifen.
Uns blieb vor allem dieser farbenfrohe, leicht unkonventionelle Innenhof in Erinnerung. Die Lichter, die Kürbisse und die Menschen an den Tischen schufen gemeinsam jene Atmosphäre, die aus einem einfachen herbstlichen Zwischenstopp schließlich eine Geschichte für unser Magazin machte.
Und es war schön zu sehen, wie viel Rosa zu Halloween passt.
Wenn Sie selbst vorbeischauen möchten
Gemma – Vienna City Market
Bauernmarkt 21, 1010 Wien
Laut offizieller Website ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 14 bis 22 Uhr geöffnet; Gruppen ab acht Personen werden um eine vorherige Reservierung gebeten. Aktuelle Programme und mögliche Änderungen finden Sie auf der Website des Gemma.



