
Sumi Jo in Wien: 40 Jahre auf der Bühne – Jubiläum im Goldenen Saal

Vier Jahrzehnte auf den Opernbühnen der Welt, ein Grammy und eine Stimme, die auch Herbert von Karajan begeisterte: Am 10. November feiert Sumi Jo ihr Bühnenjubiläum im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Bei „Mad for Love“ treffen Opernarien, Wiener Melodien und koreanische Lieder aufeinander.
Manche Abende laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und sich ganz der Musik hinzugeben. Das Jubiläumskonzert von Sumi Jo verspricht ein solcher Novemberabend zu werden: Die südkoreanische Sopranistin feiert vier Jahrzehnte auf der Bühne, gemeinsam mit drei herausragenden Instrumentalisten.

Von Triest auf die großen Opernbühnen der Welt
Sumi Jos internationale Karriere begann 1986 mit ihrem Debüt als Gilda in Verdis Rigoletto am Teatro Verdi in Triest. Später war sie unter anderem an der Metropolitan Opera in New York, an der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper zu hören. Sie arbeitete auch mit Herbert von Karajan zusammen. Die Rolle des Oscar in Verdis Maskenball sang sie 1989 in Salzburg nach Karajans Tod schließlich unter der Leitung von Georg Solti.
Zum Repertoire der lyrischen Koloratursopranistin zählen Lucia in Donizettis Lucia di Lammermoor, Zerbinetta in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos und die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. Für ihre Mitwirkung an der von Solti dirigierten Aufnahme von Strauss’ Die Frau ohne Schatten wurde sie 1993 mit einem Grammy ausgezeichnet.
Ihre Stimme ist auch aus dem Kino bekannt: Sie ist in der Filmmusik zu Roman Polanskis Die neun Pforten und Paolo Sorrentinos Ewige Jugend zu hören. Im letztgenannten Film singt sie das für einen Oscar nominierte „Simple Song #3“.

Mad for Love: von der Oper bis zum koreanischen Lied
Das Programm am 10. November führt durch unterschiedliche musikalische Welten. Vorgesehen sind unter anderem „Chacun le sait“ aus Donizettis La fille du régiment, „Sposa, son disprezzata“ aus Vivaldis Bajazet und die berühmte „Casta Diva“ aus Bellinis Norma. Virtuose Instrumentalstücke und kammermusikalische Begegnungen wechseln sich mit den Opernnummern ab.
In Adolphe Adams Mozart-Variationen begegnen einander Gesang, Violine und Klavier; in Eva Dell’Acquas Villanelle tritt die Klarinette zu Sumi Jos Stimme hinzu. Melodien von Johann Strauss stellen die Verbindung zu Wien her, während Lieder von Lim Geung-su, Hong Nan-pa und Lee Heung-ryeol Einblicke in die Musikkultur ihrer Heimat geben.
Auch eine ungarische Verbindung ist vorgesehen: Béla Kovács’ Klarinettenstück „Sholem Alekhem, Rov Feidman!“ steht mit Andrea Götsch und Andrey Vinichenko auf dem Programm. Darius Milhauds Suite für Klarinette, Violine und Klavier, Cavallinis Adagio e Tarantella und Wagners Albumblatt ergänzen die Auswahl.

Drei Künstler, drei Instrumente
An Sumi Jos Seite spielt die Geigerin Lidia Baich, die 1998 den Wettbewerb Eurovision Young Musicians gewann. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet sie an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. An diesem Abend ist sie sowohl solistisch als auch im Ensemble zu hören.

Die Südtirolerin Andrea Götsch ist Klarinettistin der Wiener Philharmoniker und des Orchesters der Wiener Staatsoper sowie künstlerische Leiterin der Ehrphilharmonie Wien. Am Klavier sitzt Andrey Vinichenko, der in Berlin lebt und als Solist und Kammermusiker in Europa und Asien auftritt.

Ein Novemberabend, für den man sich Zeit nehmen sollte
„Mad for Love“ könnte sowohl für regelmäßige Besucher klassischer Konzerte als auch für Menschen interessant sein, die einen abwechslungsreichen musikalischen Abend suchen. Neben bekannten Opernmelodien stehen selten gehörte Werke und persönlichere Lieder auf dem Programm – im festlichen Rahmen des Goldenen Saals.

Das Konzert im Überblick
Sumi Jo – Mad for Love | 40-jähriges Bühnenjubiläum
Termin: Dienstag, 10. November 2026, 19:30 Uhr
Ort: Musikverein Wien, Goldener Saal
Mitwirkende: Sumi Jo – Sopran; Lidia Baich – Violine; Andrea Götsch – Klarinette; Andrey Vinichenko – Klavier.
Das Programm basiert auf den Vorabinformationen des Veranstalters. Änderungen bleiben vorbehalten.
Quelle: Presseunterlagen zum Konzert. Die Probenfotos entstanden im Ehrbar Saal. Fotos: Kiri Conntento.



