top of page

Wien mit neuen Augen: Die schönsten Entdeckungen der Vienna Design Week

Autorenbild: Helga Vízer
Helga Vízer
vor 14 Stunden
3 Min. Lesezeit

Die Vienna Design Week hat heuer dazu eingeladen, kurz innezuhalten und die Dinge um uns mit neuen Augen zu sehen. Ein gelber Sessel an der Wand, skulpturale Leuchten und scheinbar schwebende Textilien erinnerten daran: Auch hinter vertrauten Formen verbergen sich neue Geschichten. Das zwanzigste Festival bot zehn Tage lang Gelegenheit, ihnen neugierig nachzugehen.


Möbel und Alltagsgegenstände in einem hellen Ausstellungsraum.
Möbel und Alltagsgegenstände in einem hellen Ausstellungsraum. | Foto: Vízer Helga

Wien lässt sich leicht durch die vertrauten Bilder lieben: Kaffeehäuser, historische Fassaden und große Museen. Die Vienna Design Week lädt zu einem anderen Blick auf die Stadt ein. Schon die Form einer Leuchte, eine ungewöhnliche Verwendung von Material oder ein Gebäude mit neuer Aufgabe kann reichen, um im vertrauten Wien etwas Überraschendes zu entdecken.


Zwanzig Jahre Neugier


Die Vienna Design Week fand von 25. September bis 4. Oktober zum zwanzigsten Mal statt und feierte das Zusammenspiel von Design, Handwerk, Industrie und Stadtleben. Das Jubiläum richtete den Blick auf die Gedanken hinter den Dingen: darauf, wie eine Idee entsteht und welche Beziehung sie zu den Menschen entwickelt, die sie verwenden.


Das Festival verbindet Ausstellungen, Workshops, Gespräche und geführte Spaziergänge. Design ist hier zugleich ästhetisches Erlebnis, praktische Frage und gesellschaftlicher Gedanke. Neben dem Festivalzentrum beteiligen sich Institutionen und Kreative in ganz Wien am Programm. Neugier ist dafür ein ebenso guter Ausgangspunkt wie fachliches Interesse.


Ein Bürohaus beginnt ein neues Leben


Das Festivalzentrum befand sich heuer in Hietzing, am Hietzinger Kai 101, direkt bei der U-Bahn-Station Unter St. Veit. Das ehemalige Allianz-Gebäude aus den 1970er-Jahren, entworfen von Harry Glück, wurde selbst Teil der Geschichte. Neben den früheren Büros bezog das Festival auch die einstige Kantine, den Garten und die Kegelbahnen im Untergeschoß mit ein.


Die Zwischennutzung bot den Ausstellungen einen besonderen Rahmen. Auf den Fotos sind noch Details des früheren Büroalltags zu sehen: abgehängte Decken, große Fenster und schlichte Wände. Gerade in dieser Umgebung treten die Farbe eines Sessels, der Rhythmus eines Regals oder die ungewöhnlichen Proportionen eines kleinen Objekts stärker hervor.



Die Details ziehen den Blick auf sich


Zwischen den gezeigten Objekten lohnt es sich, langsam umherzustreifen. Der gelbe Sessel an der Wand wird beinahe zum grafischen Zeichen; die kleineren Stücke daneben spielen mit den Proportionen. Solche Details zeigen auch, wie sehr sich die Wirkung eines Gegenstands verändert, je nachdem, wie und in welchem Umfeld wir ihn betrachten.


Gelber Sessel und kleine Objekte: Farben und Maßstäbe im Dialog.
Gelber Sessel und kleine Objekte: Farben und Maßstäbe im Dialog. | Foto: Vízer Helga

An anderer Stelle steht das Licht im Mittelpunkt. An einer weißen Konstruktion, die an Äste erinnert, hängen Leuchten in verschiedenen Formen; vor dem dunkleren Hintergrund bekommt jede ihren eigenen Charakter. Im Raum mit den Holzarbeiten fallen Material und Konstruktion ins Auge. Zwei unterschiedliche Stimmungen, die ein genaueres Hinsehen lohnen.


Leuchtende Lampen an einer Installation, die an Äste erinnert.
Leuchtende Lampen an einer Installation, die an Äste erinnert. | Foto: Vízer Helga

Holzelemente, konstruktive Details und warmes Licht.
Holzelemente, konstruktive Details und warmes Licht. | Foto: Vízer Helga

Ungarische Perspektiven im internationalen Dialog


Im Programm des Festivalzentrums waren auch ungarische Perspektiven vertreten. Die gemeinsame Präsentation Critical Utopia – Possible Futures der Budapest Metropolitan University und des Collegium Hungaricum Wien verband spekulative Designkonzepte, Materialexperimente und künstlerische Installationen. Luxemburg war heuer Gastland und unterstrich den internationalen Charakter des Festivals.


Textilien mit violetten und türkisen Mustern in einer ungewöhnlichen Anordnung.
Textilien mit violetten und türkisen Mustern in einer ungewöhnlichen Anordnung. | Foto: Vízer Helga

Was von der Ausstellung bleibt


Nach einem solchen Besuch fallen einem die kleinen Entscheidungen bei Alltagsgegenständen leichter auf: der Henkel einer Tasse, die Richtung des Lichts über dem Tisch oder die Rundung einer Sessellehne. Diese Aufmerksamkeit lässt sich von der Vienna Design Week mit nach Hause nehmen. Das Festival ist vorbei, die Formen um uns herum lassen sich aber jederzeit neu entdecken.


Die Vienna Design Week 2026 fand von 25. September bis 4. Oktober statt. Der Eintritt ins Festivalzentrum war frei.



Und wann sehen wir uns wieder?


Der genaue Termin für die Vienna Design Week 2027 steht noch nicht fest. Die nächsten Daten und das Programm findest du auf der offiziellen Website: viennadesignweek.at.


Wenn du schöne Dinge, überraschende Ideen und weniger bekannte Seiten Wiens magst, solltest du die Vienna Design Week einmal erleben. Gut möglich, dass du danach auch die Dinge in deinem eigenen Zuhause mit anderen Augen siehst.

 
 

Die Bécsi Szelet ist ein neugieriges, nahbares und sorgfältig redigiertes Online-Magazin, das dir die vielfältige Welt Wiens näherbringt.
 

Wir empfehlen Veranstaltungen, tauchen in das kulturelle und künstlerische Leben der Stadt ein, lernen die Geschichten der Menschen kennen, die hier leben, und zeigen dir unsere liebsten Cafés und spannende kulinarische Erlebnisse. Zu Spaziergängen durch die Stadt – auch virtuell – und zu Ausflügen ins Wiener Umland laden wir dich ebenso ein. Mode, Lebensstil, Bewegung und Erholung haben bei uns ebenfalls ihren Platz.
 

Auf Ungarisch und Deutsch erzählen wir von Wien, der ungarischen Gemeinschaft hier und allem, was uns verbindet. Mit persönlichen Erlebnissen, Begegnungen und Tipps, die wir selbst ausprobiert haben, helfen wir dir, die Stadt zu entdecken – ganz gleich, ob du gerade angekommen bist oder Wien schon seit Jahren dein Zuhause nennst.
 

Wir sind offen für neue Perspektiven und neugierig auf deine Geschichten. Hast du einen Lieblingsort, eine Veranstaltungsidee oder eine Geschichte, die du mit uns teilen möchtest?

Schreib uns – wir melden uns bei dir!

// Kapcsolat

Az üzenetét kézbesítettük

Vielen Dank für deine Anmeldung.

Bécsi Szelet | seit: 2023 | Trust Center

Herausgeber: Zentralverband Ungarischer Vereine und Organisationen in Österreich | ZVR-Zahl: 079797621

Telefon: +43 1 532 60 48
Adresse: A-1010 Wien, Schwedenplatz 2

Kontakt: magazin.becsiszelet@gmail.com
Verantwortliche Redakteurin: Vízer Helga

Logo des Bécsi Szelet Magazins – quadratische Datei
bottom of page